In meinen Seminaren geht es darum, sich auf der Bühne wohlzufühlen und mit dem Format des Vortrags kreativ umzugehen. Dafür ist es wichtig, sich über seine Ängste und Wünsche klarzuwerden, und eine Haltung für die Bühne zu entwickeln. Wenn wir unsere Ängste und Wünsche kennen, ist es auch leichter mit Lampenfieber umzugehen. Denn die Aufregung kann uns bremsen, doch sie kann auch ein Motor sein, der uns auf der Bühne Energie gibt.

 

Zumeist sind Präsentationen und Vorträge ernste und wichtige Angelegenheiten: Wir können bei diesen Gelegenheiten kein Risiko eingehen. Doch Kreativität, Spontanität und Mut können nur im Experimentieren und Übertreiben in einem geschützten Raum entstehen. Deshalb arbeite ich in meinen Seminaren mit Übungen, die über die normale Vortragssituation hinausgehen. Die hier gemachten Erfahrungen helfen, später auch vor einem Saal voller Menschen etwas Ungewohntes, Schönes tun zu können.

 

Es gibt drei Schwerpunkte, auf die man bei einem Vortrag das Hauptgewicht legen kann: Das ist zum ersten die verständliche Vermittlung der Inhalte. Der zweite Schwerpunkt ist das Unterhalten des Publikums durch rhetorische Mittel und performativen Elemente. Der dritte Schwerpunkt ist der authentische Vortragende, der mit seiner Person den Vortrag prägt. An allen drei Schwerpunkten kann man arbeiten und sie in einem persönlich passenden Verhältnis einsetzen. Denn ein Vortrag ist immer alles drei: Vermittlung von Inhalten, Unterhaltung und Sichtbarwerden des Vortragenden.

 

Ich arbeite oft mit Elementen der Lecture-Performances. Das ist ein Format, das in den letzten Jahren in bildender und darstellender Kunst enorm an Bedeutung gewonnen hat. Lecture-Performances versuchen den Vortrag als eine Performance zu zelebrieren: Sie hinterfragen das Format des Vortrags, sie spielen mit dem Publikum und seinen Erwartungen, sie stellen überraschende Perspektivwechsel her etc. Diese Techniken nutze ich in meinen Seminaren, um Frische und einen neuen Blick in die Gestaltung von Vorträgen zu bringen.

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